hms-eigene Projekte

Neben der schwerpunktmäßigen Förderung von Projekten Dritter gibt es auch immer wieder Konzepte und Vorhaben, die die hms selbst initiiert und durchführt.

Bislang waren dies

  • 2006   Gedenkstein für die Rosa-Winkel-Häftlinge des ehem. Konzentrationslagers Buchenwald
  • In Kooperation mit der Aids-Hilfe Weimar war die hms Veranstalter der Gedenksteinlegung für die Rosa-Winkel-Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Damit soll eine oft vergessene Opfer­gruppe in das Bewusst­sein der äffent­lich­keit gebracht werden. Gleich­zeitig kann der Gedenk­stein pädagogisch und aufklärend wirken.

  • 2007   Archivierung des Nachlasses von Andreas-Meyer-Hanno
  • Die hms hat die Archivierung des umfangreichen Nachlasses von Andreas Meyer-Hanno, dem Stifter der hms, gefördert.
    Der Nach­lass besteht aus Brief­korres­pondenzen, Fotos resp. Dias, Flug­blättern und grauer Literatur aus der Schwulen­bewegung, Programmen, Fotos und Auf­zeich­nungen zu Andreas Meyer-Hannos Opern­inszenie­rungen sowie aus Plakaten, Zeichnungen und zahl­reichen Objekten (Auszeichnungen, die Andreas erhalten hat).
    Die Arbeit wurde von Jochen Engling in Göttingen durchgeführt, wobei der Nachlass in einer für die Forschung zugänglichen Form katalogisiert wurde. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Nachlass dem Schwulen Museum in Berlin übergeben.

  • 2010   Erstellung Erbschaftsbroschüre "Was bleibt. Ein Ratgeber rund ums Erben und Vererben für Schwule und Lesben"
  • In Zusammenarbeit mit dem Erbschaftsinstitut Berlin hat die hms einen Ratgeber rund ums Erben und Vererben für Lesben und Schwule zusammengestellt.
    Die Broschüre fasst das Basiswissen zu Aspekten wie der gesetzlichen Erbfolge, zu Pflichtteils- und Steuerfragen zusammen. Dabei wird immer wieder das Augenmerk daraufgelegt, welche Besonderheiten für Singles und für Eingetragene Lebens­partner­schaften bestehen.
    Die Broschüre kann über die Homepage der hms bestellt oder heruntergeladen werden.

  • 2012   Durchführung Seminar Intergenerativer Dialog
  • Die hms veranstaltete gemeinsam mit dem Waldschlösschen das Seminar „Intergenerativer Dialog“.
    Vom 31.8.12 bis zum 2.9.12 trafen gut 20 Teilnehmer_innen aus lgbtiq Initiativen, Wissenschaft und Aktivismus im Waldschlösschen zusammen, um 2 Tage lang über die Unterschiede zwischen verschiedenen Generationen, ihr Befremden über- und ihre Neugier aufeinander zu diskutieren: Wie gehen die ver­schiedenen Generationen der politischen Akteure im Feld der Lesben- und Schwulenbewegung mit diesen Unterschieden um? Gibt es etwas zu lernen voneinander? Erleben wir Schwulen und Lesben vielleicht erstmals einen ganz normalen Generationenkonflikt miteinander?

  • 2014   (1) Zeitzeugenprojekt Andreas-Meyer-Hanno
  • 10 Jahre nach dem Tod von Andreas Meyer­Hanno möchte die hms mit diesem Projekt an ihren Stifter erinnern.
    Der Nach­lass von Andreas befindet sich mittler­weile im „Schwulen Museum Berlin“, wobei es leider bis­lang kaum Audio­material über Andreas gibt. Mit dem „Zeitzeugenprojekt“ soll diese Lücke geschlos­sen werden. In ca. 15 Inter­views werden die Kind­heit und Jugend, das Berufs­leben und sein eman­zi­pa­tori­sches Enga­ge­ment näher betrach­tet und doku­men­tiert.
    Die Interviews wurden von Jannis Plastargias im Auftrag der hms mit Freunden von Andreas im Zeit­raum 2014 bis 2015 durch­geführt. Derzeit werden sie transkribiert.
    Die Inter­views werden den Nach­lass ergänzen. Aus­schnit­te sollen auch auf der Home­page der hms ab­ruf­bar sein.

  • 2014   (2) LGBTI* Veranstaltungsreihe zum Tag der Menschenrechte 2014 (Berlin 9.-11.12.2014)
  • Das Projekt "Care about me not my (queer) identity! - Human Rights Situation in Indonesia and Germany" machte auf weltweite Menschen­rechts­verletzungen an LGBTI* Personen und deren Diskriminierung aufmerksam. Ziel war es, indonesische und deutsche Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Organisationen und Künstler*innen zu vernetzen und das Verständnis für die Lebenssituation von LGBTI* Rechtslage in Indonesien und Deutschland zu stärken.
    Mit einem breiten Fortbildungsangebot auf der Konferenz sollten Handlungsspielräume für die Verbesserung der Menschenrechtslage aufgezeigt und Betroffene und Aktivist*innen unterstützt werden, für Rechte von LGBTI*-Personen einzustehen. Eine Filmvorführung der indonesischen Regisseurin Lola Amaria und eine binationale Fotoausstellung ergänzten das Tagungsprogramm und schafften eine breite äffentlichkeit für die indonesische LGBTI* Szene.
    Watch Indonesia! e.V. in Kooperation mit der
    Hirschfeld-Eddy Stiftung (HES)

  • 2014   (3) Veranstaltung "Liebe ist kein Verbrechen! Homophobie in Afrika auf dem Vormarsch - Was tun?"
  • Gemeinsam mit Amnesty International und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung lud die hms zu einem Gespräch mit Alice Nkom und Vertreter_ innen von NGOs ein: Liebe ist kein Verbrechen! Homophobie in Afrika auf dem Vormarsch – was tun?
    Die Veranstaltung fand am 17.3.2014 in Berlin statt.
    Alice Nkom hat ihr Leben dem Kampf gegen Diskriminierung von LGBTI Personen gewidmet und erhält dafür 2014 den 7. Menschen­rechts­preis der deutschen Amnesty-Sektion. Mit dem Preis will die deutsche Sektion von Amnesty International diesen mutigen Einsatz würdigen, die Menschenrechtlerin in ihrer Arbeit unterstützen und besser schützen.

  • 2015   Publikation „Detlef Grumbach (Hrsg.): GROSSE OPER. ANDREAS MEYER-HANNO, DIE SCHWULENBEWEGUNG UND DIE HANNCHEN-MEHRZWECK-STIFTUNG“ Männerschwarm 2018
  • Andreas Meyer-Hanno (1932-2006) hatte sich schon Mitte der 1950er Jahre einen Namen als Opernregisseur und Oberspielleiter an den Staatstheatern in Karlsruhe und Braunschweig gemacht, 1976-1993 war er Professor an der Musikhochschule in Frankfurt.
    Auf wohl einzigartige Weise verband der Sohn einer jüdischen Mutter und eines kommunistischen Vaters (von den Nazis ermordet) seit Beginn der 1970er Jahre seine bürgerliche Karriere mit seinem Engagement in der Schwulenbewegung. Unter dem Namen „Hannchen Mehrzweck“ entwickelte er sich zum Aktivisten der Schwulenbewegung, rief mit anderen die „Homosexuellen Selbsthilfe e.V.“ ins Leben und gründete 1991 die „Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.
    Dieser Band enthält Texte, Reden und Dokumente Meyer-Hannos, die Laudatio zur Verleihung des Rosa-Courage-Preises 1993 und eine aktuelle Darstellung der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. Mit einer ausführlichen und reich bebilderten biografischen Skizze von Detlef Grumbach.

  • 2016   Publikation „Macher und Macherinnen der LGBTIQ-Bewegung“, hrsg. von Ariane Rüdiger, Quer-Verlag Berlin 2016
  • Zwar werden die Medien nicht müde, homosexuelle „Prominente“ zu porträtieren. Doch wie sieht„s aus mit den Pionieren und Pionierinnen im lesbisch-schwulen Alltag? Also eben nicht die Anne Wills und Hape Kerkelings, sondern Menschen, die an der Basis arbeiten? Was denken sie darüber, wie die Szene heute funktioniert und wie die gesellschaftliche Rolle von Lesben und Schwulen in Zukunft aussehen könnte?
    Autorin und Fachjournalistin Ariane Rüdiger hat Interviews mit 35 Machern und Macherinnen der LGBTIQ-Community in diesem Band vereint.

  • 2017   Buchprojekt „Faszination Sex – der Theoretiker und Aktivist Martin Dannecker“, bearbeitet von Patsy Lamour LaLove
  • Das Buch widmet sich Martin Dannecker als "Theo­re­ti­ker der Diffe­renz" und Akti­vist in der Schwulen­bewe­gung der BRD der ersten Stunde. Seine bahn­brechen­den Werke - "Der gewöhn­liche Homo­sexuelle" (1974) und "Homo­sexu­elle Männer und AIDS" (1991) - werden eben­so in den Zu­sammen­hang seiner Lebens­geschichte ge­stellt wie sein Enga­ge­ment in der Schwulen­bewegung, etwa als Gründungs­mutter durch die Betei­li­gung am Rosa von Praunheim Film "Nicht der Homo­sexuelle ( ... )" (1971).
    Hierzu wurden drei offen ange­legte bio­graphisch-narrative Inte­rviews mit Dannecker geführt und zehn weitere mit ehe­mali­gen Kolle­ginnen und Freun­dinnen aus Frank­furt am Main, Ham­burg, Würz­burg, Göt­tin­gen und Berlin.
    "Faszination Sex" (Arbeits­titel) soll sowohl einen lebens­geschicht­lichen Ein­blick bieten als auch die Theorie des Sexual­wissen­schaft­lers näher­bringen sowie ihre Ent­wick­lung seit seinem Schaf­fen ab dem Ende der 1960er Jahre dar­stellen.

 
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