Jahresbericht 2005

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Stiftungsvermögen

Im Jahr 2005 gab es Zustiftungen in Höhe von EUR 11.364,00 so dass das gesamte Vermögen der Stiftung nunmehr einschließlich der Wohnungen ca. EUR 750.000 beträgt. Damit hat sich die Höhe der Zustiftungen gegenüber 2004 fast verdreifacht. Der Vorstand hat bei den Wiederanlageentscheidungen für frei werdende Gelder, auch im Jahr 2005 die konservative, auf die Vermögenssicherung ausgerichtete Anlagepolitik konsequent weiterverfolgt.

An Spenden erhielt die HMS im Jahr 2005. EUR 3.723,20, geringfügig weniger als in 2004. Diese Summe wurde wie in den Vorjahren für Projektförderung verwendet.

Die Situation der vermieteten Berliner Eigentumswohnungen der HMS hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die beiden Wohnungen waren das ganze Jahr vermietet und die Mieten wurden auch regelmäßig überwiesen. Die Mietrückstände werden in regelmäßigen Raten zurückgeführt.

Erfüllung Stiftungszweck

Im Jahr 2005 sind 20 Anträge mit beantragter Fördersumme von insgesamt EUR 41.322,04 an die HMS gestellt worden. Dadurch sollten Projekte mit einem gesamten Finanzierungsvolumen von fast EUR 200.000,00 unterstützt werden. Der Vorstand hat 11 Projekte vollständig und 6 Projekte teilweise bewilligt mit einer Gesamtsumme von EUR 21.248,24. Die abgelehnten Projekte waren meist aus formalen Gründen nicht förderfähig. In einem Fall wurde dieser Antrag an die HS e.V. weiter geleitet.

Von den insgesamt 17 geförderten Projekten entfielen sechs Anträge auf schwule Projekte; drei Projekte wurden von Lesbengruppen durchgeführt; der Rest, also acht Projekte, wurde von gemischten Vereinen getragen. Entgegen dem Trend der letzten Jahre wurden in 2005 wieder mehr „schwule“ Anträge gestellt. Den größten Anteil hatten jedoch  wie auch in den Vorjahren – Ausnahme 2004 – die gemischten Projekte. In 2005 hat die HMS auch Projekte zum Thema „transgender“ gefördert – diese Projekte entziehen sich einer klaren Kategorisierung, entsprechen jedoch im Kern dem Ziel der HMS, hinsichtlich diverser Sexualitäten emanzipatorisch zu wirken.

In 2005 wurden zum ersten Mal in größerem Umfang schon bewilligte Gelder an die HMS zurück gegeben. Der Grund lag darin, dass die Projekte nicht zustande kamen oder sich aus anderen Quellen finanzieren konnten.

Aufteilung Projekte

hms Jahresbericht 2005 - Aufteilung der Projekte

Es wurden vielfältige Formen von Projekten gefördert:

  • Veranstaltungen, Fachtagungen, Kulturwochen (9 Projekte, 2004: 5x)
  • Publikationen, andere Medien (3 Projekte, 2004: 2x)
  • Ausstellungen (1 Projekt, 2004: 1x)
  • Fortbildung (1 Projekt, 2004: 4x)
  • Förderung Infrastruktur (1 Projekt, 2004: 3x)
  • Öffentlichkeitsarbeit (2 Projekte, 2004: 0x)

Eine Satzungsänderung aus dem Jahr 2004 eröffnet der HMS mit dem Bereich Wissenschaft und Forschung ein neues Förderungsfeld. Im abgelaufenen Jahr konnte dank einer zweckgebundenen Spende in Höhe von EUR 674,00 bereits ein entsprechender Antrag gefördert werden. Ein weiterer wurde zurückgezogen.

Öffentlichkeitsarbeit

Vorrangiges Ergebnis der Öffentlichkeitsarbeit des Vorstandes war

  • Fertigstellung einer neuen Broschüre für die Öffentlichkeitsarbeit und Erstellung eines eigenen Logos. Da die Schwesterorganisation Homosexuelle Selbsthilfe e.V. (HS) ebenfalls ein eigenes Logo entwickelt hat, läuft die Öffentlichkeitsarbeit der beiden „Schwestern“ nunmehr getrennt. Dadurch können die spezifischen Zielgruppen besser angesprochen werden. Die neue Broschüre wurde an Interessenten breit gestreut.
  • Beginn der Erstellung einer Testamentsbroschüre.

Stiftungsverwaltung

Der Vorstand traf sich im Jahr 2005 zu insgesamt 5 Sitzungen. Hierbei stand vor allem die Beschlussfassung über die vorliegenden Anträge im Mittelpunkt der Sitzungen. Außerdem wurde sich intensiv mit Fragen der Öffentlichkeitsarbeit und der Geldanlage beschäftigt. Ein Vorstandsmitglied, Tobias Bange, trat Anfang Mai von seinem Amt zurück. Dieser Platz im Vorstand wurde vorläufig nicht wiederbesetzt.

Der Beirat kam zu zwei Sitzungen zusammen. Auf der ersten Sitzung Anfang Juni wurden die Projektentscheidungen des Vorstandes diskutiert, und dem Vorstand wurde Entlastung für das Jahr 2004 erteilt. Auf der Sitzung Anfang Dezember wurde u.a. ein neues Konzept verabschiedet, um zukünftig mehr Möglichkeiten für Zustiftungen zu schaffen.

Dem Vorstand gehören nunmehr an:

  • Dr. Klaus Müller, Geschäftsführer, als Vorsitzender, Göttingen
  • Dr. Karen Nolte, Wissenschaftliche Angestellte,
    als stellvertretende Vorsitzende, Würzburg
  • Rena Friedrich, Kommunikationsberaterin, Frankfurt am Main
  • Josef Schnitzbauer, Bankkaufmann, Frankfurt am Main

Ausblick

Der Ausblick für 2006 ist etwas getrübt. Grund ist ein Brandschaden in der Wohnung „Pfalzburger Straße“ kurz vor Jahresende, der das gesamte Haus unbewohnbar gemacht hat. Da der Schaden nur teilweise versichert ist und der Verursacher nicht herangezogen werden kann, werden auf die HMS erhebliche Kosten bzw. Mietausfälle zukommen. Das hat zur Konsequenz, dass in 2006 weniger Geld an Projekte ausgeschüttet werden kann. Nach einem ersten Haushaltsplan stehen dafür nur EUR 11.000 zur Verfügung.

 

Frankfurt am Main, den 03. Februar 2006
Hannchen-Mehrzweck-Stiftung
Der Vorstand


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