Jahresbericht 2009

(Dieser Jahresbericht liegt nicht als pdf-Datei vor und wird deshalb in der html-Fassung angezeigt.)

Stiftungsvermögen

Im Jahr 2009 erhielt die hms Zustiftungen in Höhe von über 10.000 €. Diese Summe ist etwas höher als im Jahr zuvor. Damit betrug das gesamte Vermögen der hms zum 31.12.2009 knapp 910.000 €.

Der Vorstand hat bei den Wiederanlageentscheidungen für frei werdende Gelder auch im Jahr 2009 eine konservative, auf die Vermögenssicherung ausgerichtete Anlagepolitik konsequent weiter verfolgt. Intensiv wurde diskutiert, Anlageentscheidungen in Zukunft noch stärker nach ethisch-nachhaltigen Kriterien auszurichten und, soweit es sinnvoll erschien, auch umgesetzt. Bislang sind knapp 50 % des Vermögens der hms in nachhaltigen Anlageformen angelegt.

An Spenden erhielt die hms im Jahr 2009 rund 3.000 €. Damit liegt das Spendenaufkommen etwa genau so hoch wie 2008, aber etwas niedriger als im Schnitt der letzten Jahre. Für den Karl-Heinrich-Ulrichs-Fonds wurden explizit Spenden in Höhe von 500 € geleistet. Die Spenden wurden wie in den Vorjahren für Projektförderungen verwendet.

Erfüllung Stiftungszweck

Im Jahr 2009 sind 34 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von etwa 95.000 € an die hms gestellt worden. Dadurch sollten Projekte mit einem gesamten Finanzierungsvolumen von knapp 500.000 € unterstützt werden. Der Vorstand hat 20 Projekte bewilligt mit einer Gesamtsumme von über 37.000 €. Dies waren 12.000 € mehr als im Vorjahr und damit die höchste Summe in der Geschichte der hms. Es hätten weitere Projekte gefördert werden können, wenn mehr Geld zur Verfügung gestanden hätte. Für das Jahr 2010 ist eine ähnliche hohe Bewilligungssumme zu erwarten. Die Zahl von 14 abgelehnten Anträgen bewegt sich etwa auf dem Niveau der letzten Jahre. Die durchschnittliche Bewilligungshöhe lag bei 1.875 €.

Von den 16 geförderten Projekten aus dem Bereich Bildung entfielen zwei Anträge auf schwule Projekte; ein Projekt kam von einer Lesbengruppe; der Rest, also dreizehn Projekte, wurde von gemischten Vereinen getragen. Interessant ist, dass rein schwule oder lesbische Anträge kaum noch eine Rolle spielen.

Vier Projekte konnten im Rahmen des Karl-Heinrich-Ulrichs-Fonds für Forschung und Wissenschaft gefördert werden. In drei Fällen handelte es sich um einen Druckkostenzuschuss, einmal wurde mit einem Zuschuss zu Reise- und Recherchekosten ein Forschungsvorhaben unterstützt.

In 2009 wurden bereits bewilligte Gelder in einer Höhe von etwa 6.600 € an die hms zurückgegeben. Der Grund lag darin, dass die Projekte nicht zustande kamen oder sich aus anderen Quellen finanzieren konnten, so dass sie die Förderung durch die hms nicht benötigten.

In 2009 wurde von Vorstand und Beirat der hms zum zweiten Mal ein Förderschwerpunkt festgelegt: Jugendarbeit. Hierfür wurden 10.000 € explizit bereitgestellt. Projekten, die in diesen Bereich fielen, wurde bei der Vergabeentscheidung Vorrang eingeräumt. Insgesamt wurden aber deutlich mehr, nämlich 13.750 € für Jugendprojekte ausgegeben. Weitere Förderbereiche betrafen MigrantInnen, ältere Lesben und Schwule, Aufklärung der allgemeinen Öffentlichkeit usw.

Aufteilung Projekte (ohne Karl-Heinrich-Ulrichs-Fonds)

hms Jahresbericht 2009 - Aufteilung der Projekte

Öffentlichkeitsarbeit

Aus der Öffentlichkeitsarbeit der hms sind in 2009 folgende Aktivitäten hervorzuheben:

  • Fertigstellung von zwei Ausgaben des Newsletters insbesondere für Förderer der HMS,
  • Erweiterung und Aktualisierung der Homepage,
  • Erstellung einer PowerPoint-Präsentation über die Arbeit der Stiftung. Diese wurde erstmals auf der Mitgliederversammlung der Homosexuellen Selbsthilfe eingesetzt.
  • Als Grundlage für eine zukünftige Öffentlichkeitsarbeit wurde eine intensive Leitbild- und Selbstverständnisdiskussion geführt.
  • Fertigstellung einer Testamentsbroschüre (diese Broschüre wurde noch nicht veröffentlicht, da die endgültige Regelung des Erbschaftssteuerrechts im Dezember 2009 abgewartet werden sollte. Ein Erscheinen ist nun im ersten Quartal 2010 vorgesehen.
  • Schaltung von Anzeigen über die hms in verschiedenen Medien.

Vernetzung

Die hms hat sich aktiv an dem Aufbau des Netzwerkes „Wandelstiften“ eingebracht. Zu diesem Netzwerk haben sich mehr als ein Dutzend Stiftungen, die Beiträge zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft leisten, zusammengefunden. Ziel des Netzwerkes ist es, soziale Missstände nicht nur zu lindern, sondern auch die Ursachen für diese Missstände zu bekämpfen.

An den drei Sitzungen des Netzwerkes nahm ein Mitglied des Vorstandes teil. Darüber hinaus beteiligte sich die hms an einer Studie über die Förderung von Lesben- und Schwulenprojekten in der Dritten Welt. Hierzu fand eine Diskussion mit anderen in diesem Bereich aktiven Stiftungen statt.

Stiftungsverwaltung

Der Vorstand traf sich im Jahr 2009 zu insgesamt 5 Sitzungen. In den ersten Sitzungen stand vor allem die Beschlussfassung über die vorliegenden Anträge im Mittelpunkt.

Der Beirat kam zu zwei Sitzungen zusammen. Auf der ersten Sitzung Anfang Juni wurden die Projektentscheidungen des Vorstandes diskutiert, und dem Vorstand wurde Entlastung für das Jahr 2008 erteilt. Auf der Sitzung Ende November fand eine intensive Leitbilddiskussion statt.

Weiter wurde beschlossen, den Nachlass des Stifters, Andreas Meyer-Hanno, zu sichten und aufbereiten zu lassen, damit er später dem Schwulen Museum zur Verfügung gestellt werden kann.

 

Der Vorstand besteht nach wie vor aus fünf Personen:

  • Dr. Klaus Müller, Geschäftsführer, als Vorsitzender, Göttingen
  • Dr. Karen Nolte, akademische Rätin a.Z.,
    als stellvertretende Vorsitzende, Würzburg
  • Bettina Schneider, Sozialtherapeutin, Göttingen
  • Josef Schnitzbauer, Bankkaufmann, Frankfurt am Main
  • Klaus Stehling, Geschäftsführer, Frankfurt am Main

 

Frankfurt am Main, den 13. Februar 2010
Hannchen-Mehrzweck-Stiftung
Der Vorstand


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